Gemeinschaft, Tradition und gelebte regionale Zusammenarbeit standen am Sonntag, den 13. September 2026, beim Kleinregionsfest der Kleinregion Südliches Weinviertel im Weinviertler Museumsdorf Niedersulz im Mittelpunkt.
Die Kleinregion Südliches Weinviertel ist ein Zusammenschluss von 13 Gemeinden in den Bezirken Gänserndorf und Mistelbach. Dabei bewahrt jede Gemeinde ihre Eigenständigkeit, ihren eigenen Charakter und ihre Identität. Gleichzeitig werden jene Themen gemeinsam angepackt, bei denen Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg einen Mehrwert schafft. Genau dieser Gedanke – eigenständig in den Gemeinden und gemeinsam stark als Region – wurde beim diesjährigen Kleinregionsfest besonders spürbar. Der Regionalentwicklungsverein verfolgt dabei das Ziel, durch Gemeindekooperationen Synergien zu nutzen und gemeinsame Vorhaben effizienter und ressourcenschonender umzusetzen.
Ein schönes Beispiel für dieses Miteinander war heuer auch die enge Zusammenarbeit zwischen der Kleinregion Südliches Weinviertel und dem Weinviertler Museumsdorf Niedersulz. Mit dem Museumsdorf konnte ein besonderer Veranstaltungsort gewonnen werden, der wie kaum ein anderer für die Geschichte, Kultur und Identität des Weinviertels steht. Der gemeinsam gestaltete Festtag verband den Dirndlgwandsonntag des Museumsdorfs mit dem Regionsfest der Kleinregion und zeigte, wie durch Kooperation bestehende Angebote miteinander verbunden und für die gesamte Region weiterentwickelt werden können.
Den feierlichen Auftakt bildete um 10 Uhr die Feldmesse, musikalisch begleitet von der Ortsmusikkapelle Niedersulz. Anschließend eröffnete Kleinregionsmanager Alexander Wimmer gemeinsam mit den Ehrengästen das Fest. Begrüßungsworte kamen von Veronika Plöckinger-Walenta, wissenschaftliche Leiterin des Weinviertler Museumsdorfs Niedersulz, von Kleinregions-Obfrau Bürgermeisterin Verena Gstaltner-Berl sowie von Nationalratsabgeordneter Angela Baumgartner in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
Verena Gstaltner-Berl hob in ihren Worten besonders die gute Zusammenarbeit innerhalb der Kleinregion hervor. Die Stärke liege gerade darin, dass die 13 Gemeinden selbstständig bleiben und zugleich über Gemeindegrenzen hinweg zusammenarbeiten, Erfahrungen austauschen und gemeinsame Projekte umsetzen. Das Kleinregionsfest mache diesen Zusammenhalt für die Bevölkerung sichtbar und erlebbar.
Auch Angela Baumgartner griff diesen Gedanken in ihren Grußworten auf. Besonders treffend beschrieb sie, dass die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in der Region längst nicht nur Kolleginnen und Kollegen seien. Durch die langjährige Zusammenarbeit seien auch Freundschaften entstanden. Man kenne einander, unterstütze sich gegenseitig und halte zusammen. Gerade dieses persönliche Vertrauen bildet eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche regionale Zusammenarbeit.
Nach der Eröffnung sorgte die Ortsmusikkapelle Niedersulz beim Frühschoppen für musikalische Unterhaltung. Um 13 Uhr wurde beim Weingarten gemeinsam ein Nussbaum gepflanzt – ein passendes Symbol für Beständigkeit, Wachstum und Verbundenheit mit der Region. Danach folgten die moderierte Trachtenmodenschau mit Trachten & Leder Suchodolski sowie Tanz und Musik mit den D’Engersdorfer Dirndl Drahra.
Auch der soziale und regionale Gedanke spielte beim Fest eine wichtige Rolle. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kleinregion verkauften den ganzen Tag Lose zugunsten der Lebenshilfe Niederösterreich, die Lebenshilfe NÖ Matzen war zudem mit einem Informationsstand vertreten.
Für die Tombola stellte die Kleinregion Südliches Weinviertel 20 Geschenkkörbe mit Produkten regionaler Nahversorger zur Verfügung. Damit wurden nicht nur attraktive Preise geboten, sondern gleichzeitig Betriebe und Produkte aus der Region vor den Vorhang geholt. Bei der Tombola konnten schließlich 1.217 Euro für die Lebenshilfe Niederösterreich gesammelt werden.
Zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und der Region nutzten den Festtag zum Austausch. Vor allem aber wurde deutlich, dass die Kleinregion von den Menschen lebt, die bereit sind, über Gemeindegrenzen hinweg miteinander zu arbeiten.
Das Kleinregionsfest 2026 wurde damit zu einem wunderschönen gemeinsamen Tag und zu einem sichtbaren Zeichen dafür, was die Kleinregion Südliches Weinviertel ausmacht: 13 eigenständige Gemeinden mit eigener Identität, die ihre Stärken miteinander verbinden. Aus guter Zusammenarbeit sind Vertrauen und Freundschaften gewachsen – und genau dieser Zusammenhalt macht die Region stark.







