Wie schützt man Bäume auf Baustellen fachgerecht – und wie geht man mit invasiven Pflanzen um, die sich rasant ausbreiten? Genau diesen Fragen widmete sich ein intensiver Schulungstag für Bauhofmitarbeiter aus der Region.
Es ging konkret um zwei Themen, zum einen „Fachgerechter Baumschutz auf Baustellen“ und zum andern um „Management von invasiven Neophyten“.
17 Teilnehmer aus 10 Gemeinden erhielten fundierte Einblicke in rechtliche Grundlagen, typische Schadbilder sowie konkrete Schutzmaßnahmen in der Praxis.
Kursleiter Benedikt Wallner vom Maschinenring – Büro Naturraummanagement brachte es dabei anschaulich auf den Punkt:
„Ein Baum hat einen Wert von rund 4.000 Euro. Eine ganze Baumreihe entspricht schnell dem Wert eines Sportwagens – nur wird der Schaden oft ganz anders bewertet.“
Besonders eindrücklich war auch sein Vergleich:
„Wenn man Wurzeln kürzt, ist das so, als würde man jemandem das Gehalt kürzen – der Baum muss trotzdem überleben.“ Neben dem wirtschaftlichen Wert wurde auch die ökologische Bedeutung hervorgehoben: Bäume sorgen, neben vielen anderen Bereichen, auch etwa für deutlich kühlere Temperaturen – im Baumbereich kann es bis zu 10 Grad kühler sein.
Der zweite Teil folgte umgehend „Management von invasiven Neophyten“. Hier ging es um das Erkennen, Verstehen und den richtigen Umgang mit gebietsfremden Pflanzenarten, die heimische Ökosysteme unter Druck setzen. Die Teilnehmer lernten relevante Arten im kommunalen Bereich zu erkennen, deren Ausbreitungsmechanismen zu verstehen und geeignete Maßnahmen zur Eindämmung zu setzen.
Im Fokus stand dabei ein realistischer Zugang: Nicht immer ist eine vollständige Entfernung möglich – entscheidend ist ein gutes Management, um den Schaden möglichst gering zu halten. KLAR! Manager Alexander Wimmer betonte: „Es geht nicht nur ums Wissen, sondern ums richtige Handeln vor Ort. Gerade Bauhöfe spielen eine Schlüsselrolle, wenn es um den Schutz unserer Natur und Lebensqualität in den Gemeinden geht.“
Während am Vormittag beide Themenblöcke theoretisch behandelt wurden, stand am Nachmittag klar die Praxis im Mittelpunkt: Bei Begehungen von aktuellen Baustellen, wurde die Bauverlauf erörtert und es wurden Neophytenbestände vor Ort bestimmt und konkrete Maßnahmen direkt diskutiert.
Der Schulungstag zeigte eindrucksvoll: Fachwissen, Bewusstsein und praktische Umsetzung gehen Hand in Hand. Ob Baumschutz auf Baustellen oder der Umgang mit invasiven Arten – gut geschulte Bauhofmitarbeiter sind ein zentraler Baustein für lebenswerte Gemeinden







